9. Auskunftserteilung und Führungszeugnis

Mit hauptberuflichen Vermittlern darf vorbehaltlich weitergehender gesetzlicher Anforderungen grundsätzlich erst zusammengearbeitet werden, wenn
  1. eine Auskunft bei der AVAD eingeholt ist;
  2. ein lückenloser Lebenslauf und ein Führungszeugnis neuen Datums im Original vorliegt;
  3. ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister neuen Datums im Original vorliegt;
  4. sich hiernach unter Berücksichtigung der einschlägigen Bestimmungen der Aufsichtsbehörde und der Auskünfte der AVAD keine Bedenken gegen die Verpflichtung ergeben;
  5. eine Registrierung erfolgt ist, sofern eine solche gesetzlich vorgeschrieben ist.

Das Gleiche gilt, wenn ein nebenberuflicher Vermittler künftig hauptberuflich tätig werden soll.
Soweit die angeforderten Nachweise auch nach Setzung einer Frist von sechs Wochen nicht vorgelegt werden, sollte eine bereits im Vertrauen auf die Vorlage eingegangene Zusammenarbeit beendet werden.
Bei mehrstufigen Vermittlungsverhältnissen haben die Versicherungsunternehmen mit den mit ihnen unmittelbar zusammenarbeitenden Vermittlern zu vereinbaren, dass diese die Zuverlässigkeit sämtlicher nachgeordneter Vertriebsmitarbeiter gemäß vorstehenden Anforderungen überprüfen.
Bei nebenberuflichen Vermittlern, deren Tätigkeit erheblich wird, ist nach pflichtgemäßem Ermessen zu prüfen, ob die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses verlangt werden soll.

 

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8. Abwerbung von Vertretern

Nähster Paragraf:
10. Verbot des Abschlusses von Vertreterverträgen mit Mitgliedern der Vorstände der Versicherungsunternehmen